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Morphodynamische Bilder entstehen weder “vor” der Natur noch “nach” der Natur, sondern "mittels der Natur" des
verwendeten Materials. Dessen stoffliche Beschaffenheit antwortet völlig ungekünstelt auf die verschiedenartigen Einwirkungen in ganz unterschiedlicher Weise. Schon deshalb ist solche Malerei gegen den grassierenden
puren Subjektivismus und gegen bildnerische Willkür weitgehend gefeit. Das eigentliche morphodynamische Geschehen spielt sich in den Strukturen und Texturen der einzelnen Formen ab. Über die Plazierung und Gewichtung
der Bildteile, über ihre Zuordnung innerhalb der Gesamtkomposition entscheidet das Kunstempfinden (die von Kandinsky so benannte "innere Notwendigkeit"). |